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Deutscher FuĂball-Bund
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Der Deutsche FuĂball-Bund e. V. (DFB) ist der Dachverband von 27 FuĂballverbänden in der Bundesrepublik Deutschland, denen wiederum rund 24.000 FuĂballvereine angehĂśren. Seinen Sitz hat der Verein mit zuletzt teilweise ungeklärter GemeinnĂźtzigkeit in Frankfurt am Main. Ordentliche DFB-Mitglieder sind die DFL Deutsche FuĂball Liga, die fĂźnf Regional- und die 21 Landesverbände. Mit mehr als 8 Millionen Mitgliedern der angeschlossenen Vereine ist der DFB der grĂśĂte nationale Sportfachverband der Welt.
GegrĂźndet wurde der DFB zur Zeit des Kaiserreiches am 28. Januar 1900 in Leipzig. Seit 1903 richtet er die deutsche FuĂballmeisterschaft aus (seit 2001 an den Ligaverband delegiert) und trat dem FuĂball-Weltverband FIFA bei dessen GrĂźndung 1904 bei. In der Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 wurde auch der DFB gleichgeschaltet und lĂśste sich 1940 auf. Anfang 1950 grĂźndeten die bundesrepublikanischen Verbände den DFB in Stuttgart neu. Seit September 1950 gehĂśrt er wieder der FIFA an, seit 1954 auch der europäischen UEFA. 1957 trat der Saarländische FuĂballverband dem DFB bei, 1990 der Deutsche FuĂball-Verband der DDR als fĂźnfter Regionalverband als Nordostdeutscher FuĂballverband. Als nationaler FuĂballverband organisiert der DFB die deutschen FuĂballnationalmannschaften und bestimmt die Bundestrainer.
Contents
⢠Geschichte
⢠Im Dritten Reich
⢠2001 bis 2015
⢠Seit 2015
⢠Wettbewerbe
⢠3. Liga
⢠DFB-Ă-Cups
⢠DFB-Hallenpokal
⢠Mitglieder
⢠DFB-Bundestag
⢠Präsidenten
⢠Ethik-Kommission
⢠Kritik
⢠Einrichtungen
⢠DFB-Campus
⢠DFB-Akademie
⢠Auszeichnungen
⢠Trivia
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Deutscher FuĂball im 19. Jahrhundert
â
Hauptartikel
:
FuĂball in Deutschland#Die Anfänge im 19. Jahrhundert
Im Deutschen Reich des 19. Jahrhunderts hatte Sport nur eine untergeordnete Bedeutung. Unter den aus England Ăźbernommenen Mannschaftssportarten dominierte seit Beginn der 1870er-Jahre zunächst Rugby Football. Dieser wurde hauptsächlich von hier lebenden Briten und Amerikanern betrieben.cite-ref-2[2] Die Anfänge des Association Football, zu Beginn noch eine Mischung aus FuĂball und Rugby, finden sich 1874 durch die EinfĂźhrung des FuĂballs in den Schulsport des Gymnasiums Martino-Katharineum durch Konrad Koch in Braunschweig. 1875 fĂźhrten der Lehrer Wilhelm GĂśrges und der aus Australien stammende Richard E. N. Twopenny das Spiel am Johanneum in LĂźneburg ein.cite-ref-3[3] 1882 wurde vom preuĂischen Kultusminister ein Spielerlass beim Turnunterricht an den Schulen eingefĂźhrt, erst dadurch wurde FuĂball einer breiteren BevĂślkerungsschicht bekannt.cite-ref-4[4] Seit Ende der 1880er-Jahre wurde im Deutschen Reich neben Rugby auch immer mehr Association Football gespielt.cite-ref-hock-39-5-0[5]
Wie in ganz Deutschland, so vollzog sich auch die Entwicklung des FuĂballsports in Berlin anfangs sehr schleppend. Im Winter 1880/81 trugen SchĂźler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums erstmals ein Association-Football-Spiel aus.cite-ref-hock-39-5-1[5] 1883 spielten Engländer und Deutsche gelegentlich auf dem Tempelhofer Feld bei Berlin, im Hoppegarten, in Pankow (SchĂśnholz) und in Nieder-SchĂśneweide. Erst zum Ende der 1880er-Jahre setzte sich eine rasante Entwicklung durch die GrĂźndung einer Vielzahl von FuĂballklubs ein. Am 15. April 1888 wurde mit dem BFC Germania 1888 der älteste noch heute existierende deutsche FuĂballverein gegrĂźndet. Die neuen Vereine organisierten sich in vielen verschiedenen Verbänden, dazu gehĂśrten ab 1890 der Bund Deutscher FuĂballspieler, der Deutsche FuĂball- und Cricket Bund und der Verband Deutscher Ballspielvereine.
Auch âUr-Länderspieleâ gab es bereits mit Auswahlmannschaften, in denen Berliner Spieler dominierten. Nach Berlin folgte 1893 der SĂźden mit seiner SĂźddeutschen FuĂball-Union, die aber wegen interner Streitigkeiten und geringer Zahl von Klubs nur zwei Jahre lang existierte. Danach folgten Hamburg und Altona mit dem Hamburg-Altonaer FuĂball-Bund, Leipzig mit dem Verband Leipziger Ballspiel-Vereine, der Verband SĂźddeutscher FuĂball-Vereine sowie der Rheinische Spiel-Verband im Westen. Mit den Jahren gab es noch weitere lokale und regionale FuĂballverbände.
Von der GrĂźndung 1900 bis 1933
Am 28. Januar 1900cite-ref-19000129ptb-6-0[6] trafen sich in der Gaststätte âZum Mariengartenâ in der BĂźttnerstraĂe 10 in Leipzig 36 Vertreter von 86 Vereinen zur GrĂźndungsversammlung des Deutschen FuĂball-Bunds,cite-ref-7[7] darunter auch zwei deutschsprachige Vereine aus Prag. Ferdinand Hueppe vom DFC Prag wurde anschlieĂend zum ersten Präsidenten des Verbandes gewählt.cite-ref-19000129ptb-6-1[6] Eine Plakette am GrĂźndungsort unweit des Hauptbahnhofs erinnert an das historische Ereignis.
Mit der GrĂźndung des DFB durch die 86 GrĂźndungsvereine gab es einen deutschlandweiten FĂźhrungsverband, der ab 1903 Endrunden um die deutsche Meisterschaft ausspielte â zuvor waren noch Zwistigkeiten zu klären gewesen, da die Regionalverbände ihre Meisterschaften ungern unterordnen und abwerten wollten. Der erste deutsche FuĂballmeister war der VfB Leipzig. Am 21. Mai 1904 trat der DFB per Fernschreiben noch an dessen GrĂźndungstag dem WeltfuĂballverband FIFA als achtes Mitglied bei. Auch wenn er nicht zu den sieben GrĂźndungsmitgliedern gehĂśrte, die sich in Paris zur GrĂźndungsversammlung trafen, war er laut Homepage der FIFA ânichtsdestoweniger in der ersten Stunde mit dabeiâ.cite-ref-8[8] Mit dem Beitritt zur FIFA mussten ausländische Vereine aus dem DFB ausgeschlossen werden, womit auch Präsident Hueppe aus dem Verband ausschied. Zu seinem Nachfolger wurde Friedrich Wilhelm Nohe vom Karlsruher FV gewählt.
1910 beschloss der DFB die Einrichtung einer Geschäftsstelle, denn die Verwaltungsaufgaben waren inzwischen stark angewachsen. 1905 waren dem Verband 254 Vereine mit rund 13.000 Spielern angeschlossen. Zum 31. Dezember 1910 zählte man bereits 1.361 FuĂballvereine in 641 Orten und 109.577 Mitglieder.cite-ref-9[9] Als erster hauptamtlicher GeschäftsfĂźhrer wurde der Dortmunder Walter SanĂ eingesetzt, wodurch die erste Geschäftsstelle des DFB in seinem Haus in der GutenbergstraĂe 43 Dortmund eingerichtet wurde.cite-ref-10[10]
Bis zum Ersten Weltkrieg gab es viele lokale Verbände und Ligen, die sich (noch) nicht dem DFB, bzw. den Regionalverbänden angeschlossen hatten. Der Aufschwung des FuĂballs, der von etwa 1910 an deutlich zunahm, wurde so statistisch erst nach 1919 erfasst.cite-ref-11[11] Auch entsprach der Zuschnitt der Regionalverbände noch lange nicht dem heutigen. So reichte z. B. der Westdeutsche Spielverband bis nach Osterode und GĂśttingen im Osten.
1926 wurde das Logo des Deutschen FuĂball-Bunds nach einem Entwurf von Ernst Fuhry neu gestaltet. Die drei Buchstaben DFB wurden in Anlehnung an germanische Runen deutlich schärfer und gezackter gezeichnet und ineinander geschoben. Die Farbe der Buchstaben wurde einheitlich in RasengrĂźn gehalten. Der äuĂere Kreis fiel weg.cite-ref-logo-12-0[12]
Im Dritten Reich
Die Gleichschaltung des Sports lieĂ den DFB noch bis 1940 formal weiter bestehen, kostete ihn aber seine fĂśderative Struktur â alle sieben Regionalverbände mussten sich auflĂśsencite-ref-13[13] â und reduzierte ihn auf eine âkameradschaftliche Vereinigungâ, so Felix Linnemann als Bundesvorsitzender und nun auch Chef des neuen, deutlich wichtigeren Fachamtes FuĂball, dem fast alle operativen Aufgaben Ăźbertragen wurden.cite-ref-14[14] Länderspiele blieben zunächst in der Zuständigkeit des DFB, solange er ânoch sieben Jahre lang als Logo, als Verbindungsglied zur FIFA und anfangs zur VermĂśgensverwaltung existierte.âcite-ref-15[15]
Eine kritische Vergangenheitsaufarbeitung des DFB wurde erstmals im Jubiläumsband 100 Jahre DFB, erschienen im Jahr 2000, vorgenommen. In ihm setzte sich der Co-Autor Karl-Adolf Scherer mit dem damaligen Präsidenten Felix Linnemann und dem GeschäftsfĂźhrer des Westdeutschen Spiel-Verbandes Josef Klein kritisch auseinander. FĂźr weiterfĂźhrende Recherchen und Aufbereitungen haben die Verantwortlichen des DFB eine Studie in Auftrag gegeben, deren Autor Nils Havemann das Buch FuĂball unterm Hakenkreuzcite-ref-16[16] unter Zuhilfenahme umfangreicher Archive und Nachlässe verfasste; er erhielt auch Zugang zu bis dahin verschlossenen DFB-Archiven. Der DFB stellte sich damit zirka 60 Jahre nach dem Ende des Dritten Reichs in direkter Weise dem Fehlverhalten seiner Funktionäre in der Zeit des Nationalsozialismus, wie dies den Ergebnissen der Studie von Havemann zu entnehmen ist.
Der DFB war Anfang der 1930er-Jahre stark dem bĂźrgerlichen Lager verbunden und mit ihm in allen seinen Gremien verwurzelt. Auch auf den herannahenden Nationalsozialismus hatte er sich nur sehr ungenĂźgend vorbereitet. Die sportpolitische Situation erlaubte es insbesondere Guido von Mengden, Josef Klein, Georg Xandry, Wilhelm Erbach sowie dem damaligen DFB-Präsidenten Felix Linnemann ihre nationalsozialistischen Gedanken und Ăberzeugungen in die Verbände einzubringen. Vor allem mit Hilfe des Vorsitzenden des Deutschen Reichsausschusses fĂźr LeibesĂźbungen (damit dominierend in allen deutschen Sportverbänden wie DFB und auch NOK), dem ReichssportfĂźhrer Hans von Tschammer und Osten, konnte das Idealbild der Nazis im gesamten deutschen Sport implantiert werden. Der Historiker Hajo Bernett bezeichnete Mengden, welcher 1935 auch Pressereferent und 1936 schlieĂlich Generalreferent von Tschammers wurde, in dessen Biographie 1976 als âGeneralstabschef des deutschen Sportâ. Eine weitere dominante Rolle im vollkommenen Gehorsam Hitler gegenĂźber spielte der 1931 ernannte Schatzmeister des DFB, der Bankier Arthur Strenzel. Insbesondere während des Weltkriegs fĂźhrte dieser als zweiter Präsident den DFB von Berlin aus, als Linnemann sich weitgehend zurĂźckzog. Die nationalistische Riege innerhalb des DFB war allerdings auch viel grĂśĂer als diese und wurde weitgehend von einem Triumvirat aus dem Deutschen Reichsausschuss und dem Reichsbund fĂźr LeibesĂźbungen, Lewald-Dominicus-Linnemann, insbesondere durch dessen Generalsekretär Carl Diem, dominiert.
Kurz nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler fĂźhrte Josef Klein am 6. Juni 1933 den HitlergruĂ im WSV ein und erklärte ihn am 7. August 1933 fĂźr verbindlich im gesamten DFB. Einer der Spieler, die dies missachteten, war Walter Pahl (VfB Dobberzin, Kreis Finowtal), der wegen Verweigerung des GruĂes aus dem DFB ausgeschlossen und damit fĂźr den deutschen FuĂball gesperrt wurde. Weiterhin wurden nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes durch den Reichstag am 23. März 1933 sämtliche Juden und Marxisten aus fĂźhrenden DFB-Positionen entfernt, und auch als Mitglieder ausgeschlossen.
Trotz aller SchwĂźre der linientreuen Funktionäre wurde dem DFB aufgrund eines Erlasses des Reichssportkommissars vom Juni 1933 die Existenzgrundlage entzogen, als 15 neue Fachverbände den alten Deutschen Reichsausschuss fĂźr LeibesĂźbungen ersetzten und ein (Fachamt FuĂball) gegrĂźndet wurde. Nur diese Verbände hatten noch das Recht, Meisterschaften durchzufĂźhren. Die den DFB bildenden Regional- oder Landesverbände verschwanden; an deren Stelle traten analog zu den NSDAP-Gauen 16 Gaue, mit je zehn Gauklassemannschaften.
Angesichts dieser Situation fand am 9. Juli 1933 in Berlin ein auĂerordentlicher Bundestag des DFB statt, der ganze 28 Minuten dauerte. Bei diesem wurde Linnemann einstimmig ermächtigt, alle personellen und sachlichen MaĂnahmen einzuleiten, um den DFB in das Programm des Reichssportkommissars einzugliedern und damit eine entscheidende Umwandlung des DFB vorzunehmen. Da sich Linnemann an die Anweisungen Tschammers hielt und diese widerstandslos umsetzte, durften die gestandenen Vereine ihre Namen behalten (nur wenige benannten oder grĂźndeten sich neu), und seine alten Mitstreiter blieben im Amt. Er schaffte es auch, dass im neuen Fachverband FuĂball, bis auf den Chef des Gau 3 (Berlin) Otto GlĂśckler, kein Neuling aus der Partei in FĂźhrungspositionen gelangte.
Auch wenn Linnemann und Nerz mit der Umgestaltung des DFB schnell fortschritten, war damit doch die eigentliche Existenzgrundlage entzogen. Selbst die erfolgreiche EinfĂźhrung des Tschammer-Pokals als deutschen Vereinspokal â dieser kam beim FuĂballvolk gut an â konnte darĂźber nicht hinwegtäuschen. Als Debakel erschien dann auch die 0:2-Niederlage gegen Norwegen bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin, bei der Adolf Hitler sein einziges Länderspiel besuchte, woraufhin eine wichtige, bislang vorhandene, UnterstĂźtzung fehlte und letztlich die Auswechselung von Nerz (der 1938 zurĂźcktrat) gegen Sepp Herberger eingeleitet wurde.
Sepp Herberger fĂźhrte 1938 die deutsche Elf zur Weltmeisterschaft nach Frankreich und musste âseineâ Teamaufstellung von der FĂźhrung des Fachverbandes FuĂball âabsegnenâ bzw. korrigieren lassen. Fachverbandschef und DFB-Präsident Linnemann war bereits seit einiger Zeit nicht mehr in Berlin, sondern in Stettin stationiert. Dort erfuhr auch Herberger dann, dass aufgrund einer Entscheidung Tschammer von Ostens die groĂdeutsche Mannschaft aus âreichsdeutschenâ Amateur-Nationalspielern und mindestens fĂźnf (bis dahin) professionellen âĂsterreichdeutschenâ zu bilden sei. Somit wurde deutlich, dass die wesentlichen Entscheidungen weder im Fachamt noch vom DFB getroffen wurden, wenngleich Linnemann die Vorgabe gegenĂźber Herberger vertrat. FĂźr den stellte dies die schlechteste denkbare LĂśsung dar und verdeutlichte ihm, dass der FuĂball insbesondere nach dem Olympiadebakel keine guten Karten mehr beim NS-Regime hatte. Ein Hinweis auf die prekäre Stellung des FuĂballs im Dritten Reich ist, dass man sich ebenfalls fĂźr die Austragung der WM 1938 beworben, dann aber ohne BegrĂźndung verzichtet hatte. Das 112-seitige FuĂballjahrbuch 1938 handelte die WM in Frankreich, bei der die groĂdeutsche Mannschaft schon in der ersten Runde, dem Achtelfinale, scheiterte, auf nur einer Seite ab.
Nach den Niederlagen bei Olympia 1936 und der WM 1938 wandte sich die NS-FĂźhrung vom FuĂball weitgehend ab, obwohl seine Stellung im WeltfuĂball weiterhin durchaus beachtlich war: So stellte der DFB mit Ivo Schricker den Generalsekretär der FIFA, vier deutsche Spieler (Jakob, Kitzinger, Goldbrunner und Lehner) liefen bei einem FIFA-Freundschaftsspiel in Amsterdam auf, und zwei weitere (Albin Kitzinger und Anderl Kupfer) standen gegen England in einer europäischen Kontinentauswahl.
Nach und nach wurde die Bedeutung des DFB eingeschränkt, weil der ReichsjugendfĂźhrer Baldur von Schirach bereits am 1. Dezember 1936 Tschammer von Osten zum Beauftragten fĂźr Leibeserziehung der gesamten deutschen Jugend ernannt hatte und dieser auch sämtliche Entscheidungen im deutschen FuĂball allein traf. Damit war allerdings auch die neue Dominanz im gesamten deutschen Sport der Hitlerjugend Ăźbertragen und der DFB entscheidungstechnisch neutralisiert. Nachdem der DFB spätestens ab 1939 de facto keinerlei Existenzgrundlage mehr besessen hatte, beschloss am 27. April 1940 eine Mitgliederversammlung seine AuflĂśsung zum 1. Juli 1940 und bestimmte drei Liquidatoren, darunter Linnemann.cite-ref-registerakten-17-0[17] Zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung im April war die DFB-Satzung dahingehend geändert worden, dass âim Fall der AuflĂśsung des Deutschen FuĂball-Bundes das VermĂśgen an den Nationalsozialistischen Reichsbund fĂźr LeibesĂźbungen (fällt)â.cite-ref-registerakten-17-1[17]cite-ref-18[18]
Nachkriegszeit und NeugrĂźndung
Auf der ersten Sitzung des Exekutivkomitees nach Ende des Zweiten Weltkrieges am 10. bis 12. November 1945 in ZĂźrich beschloss die FIFA die Sportbeziehungen im Sinne der FIFA-Statuten zu Deutschland (wie auch zu Japan) und damit zur Nationalmannschaft und allen Verbänden abzubrechen und verfĂźgte gleichzeitig ein Verbot an alle Mitgliedsverbände, Sportbeziehungen zu Deutschland zu unterhalten. Eine Teilnahme des (ohnehin aufgelĂśsten) DFB und seiner Verbände an internationalen Wettbewerben war daher in den Nachkriegsjahren nicht mehr mĂśglich. Das wieder errichtete Ăsterreich konnte dagegen bereits ab 1945 wieder eigenständig Länderspiele bestreiten.
Dies änderte sich erst wieder, als der englische FuĂballverband (The FA) 1949 nach GrĂźndung der Bundesrepublik Deutschland bei der FIFA eine Wiederzulassung zum internationalen Spielverkehr beantragte. Die FIFA hob daraufhin das Spielverbot gegen alle Mannschaften auf, verlangte aber am 7. Mai 1949, dass vor jedem internationalen Spiel die jeweilige Militärregierung, in deren Besatzungszone ein internationales Spiel ausgetragen werden soll, ihre Zustimmung erteilt. Weitere Ăźberzonale Angelegenheiten, wie etwa die Austragung der deutschen Meisterschaft wurden bis dato von einem 1947 unter Leitung von Peco Bauwens in Essen gegrĂźndeten FuĂball-Ausschuss geregelt, dem neben Bauwens Hans Huber, Walter Dinger, Heino Gerstenberg und PrĂźfer angehĂśrten.cite-ref-19[19] Unter anderem befasste sich dieser Ausschuss mit dem Vertragsspielerstatus, das unter FĂźhrung der Vereinigung der SĂźddeutschen FuĂballklubs organisierten fĂźr die Oberliga SĂźd eingefĂźhrt worden warcite-ref-nwz-20-0[20], aber zum Beispiel von Vereinen der britischen Zone abgelehnt wurde.cite-ref-21[21] Die RechtmäĂigkeit des FuĂball-Ausschusses wurde dabei mitunter in Frage gestellt, etwa 1949 vom Bayerischen FuĂball-Verband.cite-ref-nwz-20-1[20]
Die offizielle und rechtsverbindliche WiedergrĂźndung des DFB nach dem Krieg wurde am 21. Januar 1950 in Stuttgart beschlossen, bei einer Arbeitstagung aller westdeutschen Verbände, jedoch mit Ausnahme des franzĂśsisch besetzten Saarlandes, das noch nicht Teil der neuen Bundesrepublik war und zwei Jahre zuvor den Saarländischen FuĂballverband gegrĂźndet hatte. Dieser wurde im Juni 1950 in die FIFA aufgenommen. FĂźr die sowjetisch besetzte Deutsche Demokratische Republik wurde im Juli 1950 der Deutsche FuĂball-Verband gegrĂźndet. Die endgĂźltige Wiederaufnahme des DFB in die FIFA wurde bereits beim FIFA-Kongress am 22. Juni des Jahres durch den Schweizerischen Fussballverband (SFV) beantragt, wurde aber erst am 22. September 1950 durch das Exekutivkomitee bei dessen Sitzung in BrĂźssel beschlossen. Der DFB und seine Verbände waren ab diesem Zeitpunkt wieder ohne Einschränkung international teilnahmeberechtigt.
Mit der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik 1957 trat der Saarländische FuĂballverband, der zuvor eigenständiges FIFA-Mitglied war, dem DFB bei.
Bundesliga-GrĂźndung
Bereits 1932 hatte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann die EinfĂźhrung einer âReichsligaâ gefordert, einer Profiliga, in der die besten Vereine den Deutschen Meister ausspielen sollten. Das Vorhaben wurde jedoch von den Regionalverbänden zurĂźckgewiesen. Bis in die 1960er-Jahre wurde der Deutsche Meister in der Bundesrepublik unter den Meistern der einzelnen Oberligen in Gruppenspielen und Finalspiel ermittelt, während dieser in der DDR bereits seit der Spielzeit 1949/50 in einer landesweiten DDR-Oberliga ermittelt wurde. 1954 trat der DFB der UEFA bei.
1955 verbot der DFB, wie auch der englische FuĂballverband, den FrauenfuĂball. Die Vereine im DFB durften somit keine Frauenabteilungen grĂźnden und auch keine Sportplätze zur VerfĂźgung stellen. Im Beschluss vom 30. Juli 1955, der einstimmig gefasst wurde, hieĂ es: âIm Kampf um den Ball schwindet die weibliche Anmut, KĂśrper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des KĂśrpers verletzt Sittlichkeit und Anstand.âcite-ref-22[22] Am 31. Oktober 1970 wurde das Verbot aufgehoben.
1962, wenige Wochen nachdem die bundesdeutsche Nationalmannschaft bei der WM in Chile im Viertelfinale ausgeschieden war, schlug der spätere DFB-Präsident Hermann Neuberger erneut die Schaffung einer einheitlichen hĂśchsten Spielklasse vor. Am 28. Juli 1962 beschloss der DFB-Bundestag in Dortmund schlieĂlich die EinfĂźhrung der Bundesliga zur Saison 1963/64.
Seit diesem Zeitpunkt wird die deutsche FuĂballmeisterschaft im Ligasystem ausgespielt. Der Deutsche Meister wurde dann in den 30, später 34 Spieltagen der Bundesliga ausgespielt. Die Bundesliga besteht seit 1965 aus 18 Mannschaften, vorher waren es 16; 1991/92 gab es im Zuge der Wiedervereinigung einmalig eine Saison mit 20 Vereinen und 38 Spieltagen.
Entwicklung 1970er-Jahre bis 2000
1974 veranstaltete der DFB in der Bundesrepublik zum ersten Mal die FuĂball-Weltmeisterschaft der Männer und wurde im eigenen Land FuĂball-Weltmeister. Als nächste groĂe Veranstaltung folgte 1988 die FuĂball-Europameisterschaft der Männer. Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik trat am 21. November 1990 der einen Tag zuvor gebildete Nordostdeutsche FuĂballverband (NOFV) auf einem auĂerordentlichen Bundestag des DFB in Leipzig diesem bei. Damit waren die nach 1945 getrennten Landesverbände wieder in einem Bund.
1990 wurde die Daimler AG mit der Handelsmarke Mercedes-Benz, welche den DFB bereits seit 1972 unterstßtzt, Generalsponsor des DFB. Die Auswahlmannschaften trugen infolgedessen den Mercedes-Stern auf den Trainingsjacken. Der Vertrag wurde mehrfach, letztmals bis zum Jahr 2018, verlängert.
Im Jahr 2000 wurde die Deutsche FuĂball Liga GmbH (DFL) gegrĂźndet, welche mit der operativen GeschäftsfĂźhrung der Bundesliga und der 2. Bundesliga betraut wurde.
1995 und 2001 richtete der DFB jeweils die FuĂball-Europameisterschaft der Frauen aus, in beiden Jahren wurden die deutschen Frauen auch FuĂball-Europameisterinnen.
Zum 100. Geburtstag gab der DFB im Jahr 2000 eine eigene Chronik 100 Jahre DFB: Geschichte des Deutschen FuĂball-Bundes im Sportverlag Berlin heraus. Da die Jahre 1933 bis 1945 nur in sehr bescheidener und beschĂśnigender Weise dargestellt wurden, gab es reihenweise Kritik am DFB-Vorstand, sodass dieser die Historiker Nils Havemann und Klaus Hildebrand mit der Aufarbeitung der Verbandsgeschichte beauftragte.
Zu diesem Jubiläum gab die Post eine Sondermarke fßr 110 Pfennig (damals gßltiges Briefporto) heraus. Es war die erste runde Briefmarke in der Bundesrepublik. Am 2. Mai 2002 folgte zur WM 2002 eine weitere runde Marke (Mi. Nr. 2258), die die Flaggen der Weltmeister des 20. Jahrhunderts zeigte.
2001 bis 2015
Gerhard Mayer-Vorfelder wurde im April 2001 Präsident und stieĂ in seiner dreijährigen Amtszeit eine Nachwuchsreform des deutschen FuĂballs an. Im Rahmen des DFB-TalentfĂśrderprogramms wurde erstmals im ganzen Land ein Netz an StĂźtzpunkten zur TalentfĂśrderung eingerichtet. Mit Kosten von 10 Mio. Euro pro Jahr war es mĂśglich, 392 derartiger StĂźtzpunkte aufzubauen, im Schnitt einen fĂźr 70 der insgesamt 27.000 FuĂballvereine. Kein Junge oder Mädchen sollte weiter als 25 km anreisen mĂźssen. Zielgruppe waren anfangs 11- bis 17-Jährige, 2011 waren es 10- bis 14-Jährige. Geschult wird das Spiel mit dem Ball. Der DFB hat 29 StĂźtzpunktkoordinatoren eingestellt, die mit den Landesverbänden dafĂźr sorgen sollen, dass alles reibungslos abläuft und bundesweit eine einheitliche Trainings- und Spielphilosophie vermittelt wird. Weitere Eckpfeiler des Konzeptes waren ein Trainer-Service, Schulkooperationen und Nationalteams der Junioren. Eine A-Jugend-Bundesliga wurde gegrĂźndet, und den Profi-Vereinen erst empfohlen und später zur Auflage gemacht, zertifizierte Nachwuchsleistungszentren zu unterhalten.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
Das bis etwa Mitte 2008 eingesetzte DFB-Logo wurde 2003 durch Invertierung der Farben und ergänzenden Kreis mit den Nationalfarben aus der Version von 1995 erstellt.cite-ref-logo-12-2[12] 2008 wurde es leicht ßberarbeitet.
Nach verbandsinternen Auseinandersetzungen um die Amtsfßhrung von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder gab es von 2004 bis 2006 eine Doppelspitze des DFB mit Mayer-Vorfelder als Präsidenten und Theo Zwanziger als geschäftsfßhrendem Präsidenten. Im September 2006 wurde Zwanziger alleiniger Präsident.
2006 veranstaltete der DFB im Staat zum zweiten Mal nach 1974 die FuĂball-Weltmeisterschaft der Männer. Die Spiele wurden in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, KĂśln, Leipzig, MĂźnchen, NĂźrnberg sowie in Stuttgart ausgetragen. Zu diesem Anlass wurden von der Bundesrepublik sowie von den Bundesländern erhebliche Investitionen in den Neubau oder Umbau der Stadien und den Ausbau der Verkehrswege vorgenommen.
2011 richtete der DFB auch die Frauen-Weltmeisterschaft aus.
2014 gewann die Männer-Nationalmannschaft in Brasilien zum vierten Mal die FuĂball-Weltmeisterschaft.
Seit 2015
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete im Oktober 2015 Ăźber mĂśgliche Schmiergeldzahlungen im Rahmen der Vergabe der FuĂball-Weltmeisterschaft 2006. Daraufhin nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung auf.cite-ref-26[26] DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der zum Zeitpunkt der Vergabe im Jahr 2000 DFB-Mediendirektor war, trat am 9. November 2015 zurĂźck. Auch gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ăbergangsweise Ăźbernahmen Reinhard Rauball und Rainer Koch die Leitung des DFB.
Am 15. April 2016 wurde der bisherige DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel zum neuen Präsidenten gewählt. Neuer DFB-Generalsekretär wurde der bisherige Leiter des Präsidiumsbßros Friedrich Curtius.
In Folge der EnthĂźllungen und der Ermittlungen wurden zahlreiche Umstrukturierungen im DFB vorgenommen. Ziel der Umstrukturierungen war es laut DFB, eine âstriktere Trennung des ideellen Bereichs vom wirtschaftlichen Geschäftsbetriebâ zu erreichen.cite-ref-27[27] Dazu sollten die Strukturen in einem mehrstufigen Prozess angepasst werden. DafĂźr wurde auch die DFB-Zentralverwaltung mithilfe der Beratungsgesellschaft McKinsey umgestaltet und modernisiert.cite-ref-28[28] Die bestehenden sieben Organisationseinheiten wurden in vier Direktionen zusammengefasst. Diese sind die Direktion Nationalmannschaften und Akademie, die Direktion Verbände, Vereine und Ligen, die Direktion Finanzen und Interne Dienste sowie die Direktion Ăffentlichkeit und Fans. Der Generalsekretär bildet nun zusammen mit den vier Direktoren und dem Chefjustiziar die GeschäftsfĂźhrung des DFB.
Bei der Weltmeisterschaft 2018 schied die Nationalmannschaft als Titelverteidiger schon in der Vorrunde aus.
2018 erhielt der DFB die Ausrichtung der FuĂball-Europameisterschaft 2024 zugesprochen.
Nach zahlreicher Kritik und einem Verstoà gegen Compliance-Richtlinien trat DFB-Präsident Grindel am 2. April 2019 zurßck. Der DFB gab daraufhin eine grundlegende Umstrukturierung und eine Veränderung des Präsidentenamtes und der Fßhrungsebenen bekannt.cite-ref-29[29] Interimsweise ßbernahmen Rauball und Koch erneut das Präsidentenamt.
Auf dem 42. Bundestag am 29. September 2019 wurde Fritz Keller zum DFB-Präsidenten gewählt, nachdem er als einziger Kandidat von einer Findungskommission vorgeschlagen wurde. Zudem beschloss der Bundestag, dass alle wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe kßnftig unter dem Dach von Tochtergesellschaften, hauptsächlich der DFB GmbH, zusammengefasst und von den gemeinnßtzigen Tätigkeiten getrennt werden sollen.cite-ref-30[30]
FĂźr 2006 sowie 2014 und 2015 wurde dem DFB vom Finanzamt die GemeinnĂźtzigkeit aberkannt. Ein dagegen beim FG Kassel anhängiger Rechtsstreit wurde nach vorläufiger Zahlung der Steuerschulden bis zur rechtskräftigen Entscheidung des âSommermärchen-Prozessesâ in Frankfurt ausgesetzt.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]
Ab Ende 2020 kam es zu einem monatelangen Machtkampf in der FĂźhrung des DFB, der nach Einschätzung von tagesschau.de âden Verband lähmte und den Ruf des Verbandes weiter verschlechterteâ.cite-ref-33[33] Auf der einen Seite stand DFB-Präsident Fritz Keller, unterstĂźtzt von den Profis wie u. a. DFL-Chef Christian Seifert und Peter Peters. Zum anderen Lager zählten Rainer Koch, Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan OsnabrĂźgge.cite-ref-34[34]
In einer geheimen Abstimmung am 2. Mai 2021 entzogen die Landes- und Regionalverbände Keller und Curtius das Vertrauen.cite-ref-35[35] Der Grund hierfĂźr war Kellers Vergleich des 1. Vizepräsidenten Rainer Koch mit dem zur Zeit des Nationalsozialismus wirkenden Richter Roland Freisler.cite-ref-36[36] Am 11. Mai 2021 gab der DFB bekannt, dass Keller zum 17. Mai 2021 sein Amt als Präsident des Deutschen FuĂball-Bundes zur VerfĂźgung stellen werde, um eine personelle Neuaufstellung des Verbands zu ermĂśglichen.cite-ref-37[37] Auch Generalsekretär Friedrich Curtius wĂźrde seinen Arbeitsvertrag aufheben und ebenfalls gehen, so der DFB. Zusammen mit dem anderen Vizepräsidenten Peter Peters Ăźbernahm Koch kommissarisch die Geschäfte Kellers bis zur Wahl eines Nachfolgers.
DFB-Interimschef Rainer Koch geriet im Sommer 2021 in Bedrängnis, weil er die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb wegen ihrer Mitwirkung bei einer Fraueninitiative unter Druck gesetzt hatte.cite-ref-38[38] Kurz nachdem bei der DFB-Ethikkommission zwei heikle Anzeigen gegen den DFB-Interimspräsidenten Rainer Koch eingegangen waren, beschloss im Juni 2021 das von Koch und Peters geleitete Präsidium mit 7:5 Voten die Personalberaterin Irina Kummert zur Vorsitzenden der DFB-Ethikommission zu kĂźren. Daraufhin traten die Ăźbrigen Mitglieder, der kommissarische Chef Bernd Knobloch, der Theologe Nikolaus Schneider und die Korruptionsexpertin Birgit Galley, sofort zurĂźck und erhoben schwere VorwĂźrfe gegen den Deutschen FuĂball-Bund. Das Gremium war damit nicht mehr handlungsfähig. Laut SZ und den Mitgliedern der Ethikkommission hatte die Verbandsspitze offenbar diesen Umstand bewusst in Kauf genommen. Sowohl Knobloch als auch Galley hatten im Falle dieses Szenarios schon Tage vor der Entscheidung ihre RĂźcktritte angekĂźndigt.cite-ref-39[39]
Mehrere hohe Amateurvertreter berichteten, sie seien vor der Wahl Kummerts mit falschen Angaben zu ihren Mitbewerbern manipuliert worden. FĂźr den Vorsitz hatten auch Bernd Knobloch und Niklaus Schneider kandidiert. Am Tag vor der Wahl sei die Gesundheit Schneiders thematisiert worden. Ăber Knobloch wurde von Schatzmeister Stephan OsnabrĂźgge behauptet, gegen ihn laufe ein Ethikverfahren, ohne Belege zu präsentieren. Später erklärte plĂśtzlich Hans Eberhard Lorenz, Chef des DFB-Sportgerichts, bei ihm sei ein Verfahren gegen Knobloch anhängig, konnte jedoch keine Details nennen.cite-ref-40[40]
Am 11. März 2022 stand die erneute Wahl des DFB-Präsidenten an. Zum ersten Mal standen zwei Kandidaten zur Wahl, der Präsident des FuĂball-Verbandes Mittelrhein Bernd Neuendorf sowie der Ex-Vorstand des FC Schalke 04 und scheidende DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Peters.cite-ref-41[41] Bernd Neuendorf wurde mit 193 von 250 Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt.cite-ref-42[42] Der umstrittene langjährige Vizepräsident Rainer Koch unterlag Ăźberraschend mit 68:163 Stimmen gegen Silke Sinning. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentierte: âDas Ergebnis war die grĂśĂte Ăberraschung der vergangenen Jahre im DFB â und ein deutliches Zeichen des Bundestags, neue Wege einzuschlagen sowie die Ăra Koch zu beenden.âcite-ref-43[43] Als Präsident des SĂźddeutschen FuĂball-Verbandes wird Koch jedoch weiter im Vorstand des Verbandes sitzen.cite-ref-44[44]
Im November 2025 wurde ein neues DFB-Logo vorgestellt.cite-ref-45[45]
Wettbewerbe
Folgende nationale Wettbewerbe wurden und werden unter dem Dach des DFB ausgetragen:
3. Liga
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Hauptartikel
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3. FuĂball-Liga
Die 3. Liga ist die dritthĂśchste Spielklasse im Meisterschaftssystem des deutschen VereinsfuĂballs. Sie wurde zur Saison 2008/09 als neue Profi-Liga zwischen der 2. Bundesliga und der Regionalliga eingefĂźhrt.
Deutsche Meisterschaft
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Hauptartikel
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Deutsche FuĂballmeisterschaft
Die deutsche FuĂballmeisterschaft ist sowohl im Männer- als auch im FrauenfuĂball der wichtigste nationale Titel.
Der Deutsche FuĂballmeister der Männer wird seit 1903 ausgespielt und wurde bis 1948 in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt. Erst seit 1949 in der DDR mit der EinfĂźhrung der DDR-Oberliga und seit 1963 in der Bundesrepublik mit der EinfĂźhrung der Bundesliga wird der deutsche FuĂballmeister in einer landesweiten Liga ausgespielt. 1991 trat der Deutsche FuĂball-Verband der DDR (DFV) dem DFB bei. Seit der Saison 2004/05 ist der DFB nicht mehr alleiniger Veranstalter der Bundesliga der Männer: Er teilt sich diese Aufgabe mit der DFL Deutsche FuĂball Liga.
Dreimal wurde die Meisterschaft nicht beendet: 1903/04 wurde kein Endspiel ausgetragen, 1921/22 wurde das Wiederholungsspiel abgebrochen und in der Saison 1944/45 kam es kriegsbedingt zu keiner Austragung der Meisterschaftsendrunde. In der Saison 2018/19 ermittelte der DFB zum 107. Mal einen deutschen FuĂballmeister der Männer.
Bei den Frauen wird der Deutsche Meister in der Bundesrepublik seit 1974 ausgespielt und wurde bis 1990 in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt. HierfĂźr qualifizierten sich die Meister der Landesverbände, die im K.-o.-System den deutschen Meister ausspielten. 1990 wurde eine zweigleisige Bundesliga gegrĂźndet. Diese Liga wird seit 1997 eingleisig gefĂźhrt. In der Saison 2018/19 ermittelte der DFB zum 46. Mal einen deutschen FuĂballmeister der Frauen.
Beim FrauenfuĂball in der DDR wurde die Meistermannschaft von 1979 bis 1984 in einer âBestenermittlungâ unter vier qualifizierten Mannschaften in einem eintägigen Kurzturnier âJeder-gegen-jedenâ ausgespielt. Von 1985 bis 1990 wurde der Meister in einem Finale bestimmt, ab 1988 mit Hin- und RĂźckspiel. In der Wiedervereinigungs-Saison 1990/91 wurde in der neu gegrĂźndeten Oberliga Nordost nicht nur der letzte DDR-Meistertitel vergeben, sondern mit den ersten beiden Mannschaften der Abschlusstabelle auch die Teilnehmer fĂźr die noch zweigleisige Bundesliga der nächsten Saison bestimmt.
DFB-Pokal und DFB-Pokal der Frauen
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Hauptartikel
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DFB-Pokal
und
DFB-Pokal (Frauen)
Der DFB-Pokal ist der seit 1935 ausgetragene FuĂball-Pokalwettbewerb fĂźr deutsche Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom DFB veranstaltet und ist nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft der wichtigste Titel im nationalen VereinsfuĂball.
Der Sieger des DFB-Pokals wird nach dem K.-o.-System ermittelt. Die Paarungen werden vor jeder Runde ausgelost. FĂźr die erste Hauptrunde sind die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga qualifiziert, dazu kommen die besten vier Mannschaften aus der 3. Liga und 24 Mannschaften Ăźber die die jeweiligen Verbandspokalwettbewerbe.
Vorgänger des heutigen DFB-Pokals als nationaler Pokalwettbewerb im deutschen FuĂball war der 1935 erstmals ausgetragene Tschammerpokal, benannt nach dem damaligen ReichssportfĂźhrer Hans von Tschammer und Osten.
Der DFB-Pokal der Frauen wird seit 1980 ausgespielt. FĂźr den Wettbewerb qualifizieren sich die Mannschaften der Bundesliga und der 2. Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Bundesliga und die 21 Landespokalsieger.
Supercup/Ligapokal
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Hauptartikel
:
Franz-Beckenbauer-Supercup
und
DFL-Ligapokal
Der Supercup wurde von 1987 bis 1996 zwischen dem Deutschen Meister und dem DFB-Pokalsieger ausgespielt, bevor er vom Ligapokal abgelĂśst wurde. Seit 2010 wird er unter der Hoheit der DFL wieder ausgetragen.
Der Ligapokal war ein vom DFB einmalig 1973 und dann von 1997 bis 2007 jährlich in Form eines Mini-Turniers ausgetragener Wettbewerb, der vor Beginn der Bundesliga-Saison ausgespielt wurde. Seit 2005 wurde er von der DFL organisiert und hieà seitdem nach dem Titelsponsor Premiere Ligapokal. Nach Auslaufen des Sponsorenvertrages wurde der Wettbewerb eingestellt.
Futsal-Bundesliga
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Hauptartikel
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Futsal-Bundesliga
Der Deutsche FuĂball-Bund spielt seit 2006 eine deutsche Futsal-Meisterschaft aus. Bis 2014 war dies der DFB-Futsal-Cup, ehe der Wettbewerb in deutsche Futsal-Meisterschaft umbenannt wurde. Am 27. September 2019 wurde auf dem DFB-Bundestag in Frankfurt am Main einstimmig die EinfĂźhrung der Futsal-Bundesliga ab der Saison 2021/22 beschlossen. Ziel ist die weitere FĂśrderung des Futsals in Deutschland, um international konkurrenzfähig zu sein. Die Futsal-Bundesliga ist als Profiliga Ăźber den zweitklassigen Futsal-Regionalligen im Futsal-Ligasystem angeordnet.
Deutsche Futsal-Meisterschaft der Frauen
Die sechs teilnehmenden Teams hatten sich Ăźber regionale Futsal-Meisterschaften fĂźr die Endrunde in Duisburg qualifiziert. Bislang ist die Regionalliga West im deutschen Futsal der Frauen die einzige Spielklasse auf Regionalliga-Ebene mit einem organisierten Meisterschaftsspielbetrieb. Durch die nun erstmals stattfindende Deutsche Futsal-Meisterschaft der Frauen wird auch Teams aus weiteren Landesverbänden die MĂśglichkeit geboten, an einem bundesweiten Leistungsvergleich teilzunehmen und soll sportliche Anreize zur EinfĂźhrung eines regelmäĂigen Spielbetriebs auf Landesverbandsebene schaffen.
DFB-Beachsoccer-Cup/Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft
Der vom DFB organisierte DFB-Beachsoccer-Cup wurde erstmals 2013 in Rostock-WarnemĂźnde ausgetragen. Qualifiziert waren die beiden Erstplatzierten der offenen Landesmeisterschaft des Schleswig-Holsteinischen FuĂballverbandes (SHFV) sowie die Erstplatzierten des German Beach Soccer Cups. Da die Qualifikation des Siegers der German Beach Soccer League (GBSL) nicht vorgesehen war, wurde später erst- und auch letztmals der DFB-Beachsoccer-Supercup in Berlin zwischen dem Sieger des DFB-Beachsoccer-Cups und dem Sieger der GBSL ausgespielt. Der Gewinner war als Teilnehmer fĂźr den europäischen Wettbewerb, den Euro Winners Cup, qualifiziert.
2014 wurde der Modus zur Qualifikation fßr den DFB-Beachsoccer-Cup geändert. Teilnehmer waren nun die beiden Erstplatzierten der abgeschlossenen GBSL-Saison sowie weiterhin die beiden Finalisten der offenen Landesmeisterschaft des SHFV. Der Sieger des DFB-Beachsoccer-Cups war direkt fßr den Euro Winners Cup qualifiziert.
Am 24. Oktober 2014 hat der DFB-Vorstand die Ausrichtung einer deutschen Beachsoccer-Meisterschaft beschlossen und diese auch in der DFB-Spielordnung als Richtlinie festgehalten.cite-ref-test-46-0[46] Sie ersetzt seit 2015 den DFB-Beachsoccer-Cup. In der Deutschen Beachsoccer-Liga qualifizieren sich die vier besten Teams fĂźr das in WarnemĂźnde ausgetragene Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft.
Durften 2013 und 2014 die Sieger der German Beach Soccer League den Titel des Deutschen Meisters tragen, hat dieses Recht seit 2015 der Sieger der deutschen Beachsoccer-Meisterschaft.
Deutsche Beachsoccer-Tour
Die Deutsche Beachsoccer-Tour ist im Grunde die Beachsoccer-Meisterschaft fĂźr âAmateureâ. Die Qualifikation erfolgt Ăźber die 4 Regionalmeisterschaften Nordost, Nord, SĂźd und West, an welchen die Sieger der Beachsoccer Landesmeisterschaften teilnehmen. Die 4 Sieger der Regionalmeisterschaften spielen um den Titel der Deutschen Beachsoccer-Tour.
DFB-Ă-Cups
Die DFB-Ă-Cups sind FuĂballturniere fĂźr Mannschaften in verschiedenen Altersklassen, die speziell fĂźr ältere Spielerinnen und Spieler konzipiert sind. Die Landesmeister der Landesverbände qualifizieren sich Ăźber Turniere der jeweiligen Regionalverbände fĂźr die Bundesweite Endrunde im Berliner Olympiapark. Bei den Herren wird in den Altersklassen Ă32, Ă40 und Ă50 sowie bei den Frauen in der Altersklasse Ă35. WettbewerbsĂźbergreifend nehmen 21 Mannschaften mit Ăźber 300 Aktiven an den DFB-Ă-Cups teil.cite-ref-47[47]cite-ref-48[48]
Bundespokal/Länderpokal
â
Hauptartikel
:
Bundespokal
und
Länderpokal
Der Bundespokal (bis 1918 Kronprinzenpokal) war ein deutscher FuĂballwettbewerb, bei dem die regionalen deutschen FuĂball-Verbände gegeneinander antraten. Nach AuflĂśsung der Verbände 1933 wurde 1935â1942 der Reichsbundpokal als Pokalwettbewerb der FuĂballgaue Deutschlands ausgetragen. Als inoffizieller Nachfolger kann der Länderpokal gelten.
Im Rahmen des Länderpokals treten seit 1951 Männer-Auswahlmannschaften der FuĂballlandesverbände innerhalb des DFBs gegeneinander an. Seit 1981 gibt es auch ein Turnier fĂźr U21-Frauen-Auswahlmannschaften.
Deutsche Amateurmeisterschaft
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Hauptartikel
:
Deutsche Amateurmeisterschaft
Mit EinfĂźhrung des Vertragsspielerstatus 1950 fĂźhrte der DFB den Wettbewerb um die deutsche Amateurmeisterschaft ein. In den ersten Jahren fand das Finale unmittelbar vor dem Endspiel der Vertragsspieler statt, sodass sich die Amateurspieler vor groĂer Kulisse präsentieren konnten. Seit den 1980er-Jahren verlor der Wettbewerb allerdings an Bedeutung und wurde schlieĂlich 1998 eingestellt.
DFB-Hallenpokal
â
Hauptartikel
:
DFB-Hallenpokal
und
DFB-Hallenpokal der Frauen
Der DFB-Hallenpokal, zeitweise auch Hallen-Masters genannt, war ein Wettbewerb im HallenfuĂball, der von 1988 bis 2001 unter der Regie des DFB ausgetragen wurde. Der DFB-Hallenpokal war das Endturnier mehrerer Qualifikationsturniere, an denen neben Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga auch Amateurmannschaften und ausländische Vereine teilnahmen.
Der DFB-Hallenpokal der Frauen war die offizielle deutsche Hallenmeisterschaft im FrauenfuĂball. Der Wettbewerb wurde von 1994 bis 2015 ausgetragen. Austragungsort war die Hardtberghalle in Bonn. Ausgerichtet wurde das Turnier vom DFB und dem SC 07 Bad Neuenahr.
Erfolge bei internationalen Wettbewerben
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Hauptartikel
:
Deutsche FuĂballnationalmannschaft
und
Deutsche FuĂballnationalmannschaft der Frauen
Die deutsche FuĂballnationalmannschaft â damals schlicht Bundesauswahl genannt â trat am 5. April 1908 erstmals offiziell auf der internationalen BĂźhne auf und zwar in einem âfreundschaftlichen Länderkampfâ gegen die Schweiz. Die Schweizer gewannen damals in Basel mit 5:3, in der Folge war die Schweiz auch der erste Gegner nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg sowie der Frauen-FuĂballnationalmannschaft.
Seit 1954 hat das DFB-Team an allen WM- und seit 1972 an allen EM-Endrundenturnieren teilgenommen. Zu den grĂśĂten Erfolgen zählen vier Weltmeistertitel (1954, 1974, 1990, 2014) und drei Europameister-Trophäen (1972, 1980, 1996). Bei den Weltmeisterschafts-Endrunden 1966, 1982, 1986 und 2002 belegte die Mannschaft den zweiten, und 1934, 1970, 2006 sowie 2010 den dritten Platz. Hinzu kommen drei Vizeeuropameisterschaften (1976, 1992 und 2008).
Der DFB ist der einzige Verband, der bei den Frauen wie auch den Männern, in allen Altersklassen mindestens je einmal Europameister wurde. Seit 2023 ist der DFB, neben Brasilien, Frankreich und England, der vierte Verband, der in allen drei Altersklassen der Männer (Senioren, U-20 und U-17) mindestens je einmal Weltmeister wurde.
1988 richtete der DFB ein Vier-Nationen-Turnier fßr die Männernationalmannschaft aus, bei dem man Dritter wurde. Es blieb bislang das einzige Turnier dieser Art.
FuĂball-Weltmeisterschaften
Der DFB ist der erste Verband, bei dem sowohl die Frauen als auch die Männer Weltmeister wurden. Nur Spanien gelang dies 2023 ebenfalls. Das Frauenteam ist das erste, das den Titel 2007 verteidigen und sogar ohne Gegentor gewinnen konnte. Die Männermannschaft nahm an 18 von 20 WM-Turnieren teil, wobei man 13-mal bis ins Halbfinale kam, was Rekord ist. Die Frauen nahmen bislang an allen neun Turnieren teil. Bis vor der WM 2018 in Russland schied die deutsche Männernationalmannschaft nie in der Gruppenphase bei einer WM aus. Ebenso scheiterten die Frauen bis vor der WM 2023 nie in der Gruppenphase.
⢠Platz 4: 1958
⢠Platz 2: 1995
FuĂball-Europameisterschaften
Der DFB ist ebenfalls der erste Verband, bei dem sowohl die Männer als auch die Frauen Europameister werden konnten. 2017 schafften dies auch noch die Niederländer. Die Männermannschaft nahm seit 1972 an allen Endrunden teil und wurde dreimal Europameister. Nur 1968 konnte sie sich nicht qualifizieren, zuvor verzichtete der DFB zweimal auf die Teilnahme. Die Männermannschaft schied bisher nur 3-mal in der Gruppenphase aus: 1984, 2000 und 2004. Die Frauenmannschaft nahm seit 1984 an allen Europameisterschaften teil. Bei den ersten beiden Austragungen 1984 und 1987 konnte sie sich nicht fßr die Finalrunde der letzten Vier qualifizieren, zwischen 1989 und 2013 gewann Deutschland bei neun Turnieren dann achtmal den Titel.
⢠Platz 2: 2022
⢠Halbfinale: 1993
UEFA Nations League
In der Saison 2024/25 konnte die deutsche Nationalmannschaft zum ersten Mal seit der GrĂźndung der UEFA Nations League 2018 die Gruppenphase Ăźberstehen und das Ticket fĂźr das Viertelfinale buchen.
In der neu eingefĂźhrten UEFA Nations League der Frauen konnte die deutsche Frauennationalmannschaft in der GrĂźndungssaison 2023/24 Platz 3 belegen.
⢠Platz 3: 2024 (Frauen)
Olympische Spiele
Die Bundesrepublik ist der einzige Weltmeister der Männer, der nie Olympiasieger wurde. Zur Zeit der deutschen Teilung wurde 1976 in Montreal mit der DDR-Nationalelf die einzige deutsche Nationalmannschaft Olympiasieger. Dieser sowie sämtliche andere Erfolge der DDR, wie der Gewinn einer Silber- und zweier Bronzemedaillen, wurden allerdings bei der Wiedervereinigung dem DFB nicht angerechnet. Der grĂśĂte olympische Erfolg des wiedervereinigten Deutschlands war bei den Männern der Gewinn der Silbermedaille 2016. Bis zum Zweiten Weltkrieg nahm die A-Nationalmannschaft Deutschlands an den Olympischen Spielen teil, später die Amateurauswahl und 1984 sowie 1988 die Olympiaauswahl fĂźr die Bundesrepublik bei den Männern (siehe Deutsche FuĂballnationalmannschaft/Olympische Spiele). Bei dem seit 1996 stattfindenden olympischen Frauen-FuĂballturnier nahm immer die A-Nationalmannschaft teil. Nur 1996 wurde die Vorrunde nicht Ăźberstanden. FĂźr 2012 konnte sich die Mannschaft erstmals nicht qualifizieren, aber vier Jahre später erstmals die Goldmedaille gewinnen.
⢠Gold: 2016 (Frauen)
⢠Silber: 2016 (Männer)
⢠Platz 4: 1952 (Männer)
KonfĂśderationen-Pokal
Die Nationalmannschaft nahm dreimal, 1999 als Europameister, 2005 als Gastgeber sowie 2017 als Weltmeister am von 1992 bis 2017 ausgetragenen KonfĂśderationen-Pokal teil; zweimal (1997 und 2003) verzichtete man als Europa- bzw. Vizeweltmeister auf die Teilnahme. FĂźr die Turniere 2009 und 2013 war Deutschland nicht qualifiziert.
⢠Sieg: 2017
⢠Platz 3: 2005
Junioren und Juniorinnen
Wie bei den Senioren ist Deutschland das einzige Land, welches sowohl bei den U-20-Junioren als auch bei den U-20-Juniorinnen die jeweiligen Weltmeisterschaften gewinnen konnten. Die erfolgreichste Nachwuchsmannschaft ist die weibliche U-17, die siebenmal Europameister wurde. 2009 wurde Deutschland mit dem Gewinn der U-21-Europameisterschaft der Männer erstmals gleichzeitig amtierender Europameister in allen drei männlichen Nachwuchsklassen (U-21, U-19 und U-17). 1992 und 2009 erhielt der DFB fßr seine Jugendarbeit die Maurice-Burlaz-Trophäe.
⢠Sieger: 1981
⢠Zweiter: 1987
⢠Sieger: 2023
⢠Zweiter: 1985 (U-16)
⢠Halbfinalist (kein Spiel um Platz 3): 2015
⢠Zweiter: 2012
⢠Dritter: 2008
⢠Zweiter: 2018
UEFA-FĂźnfjahreswertung
Nicht auf die Nationalmannschaften bezogen ist die UEFA-FĂźnfjahreswertung, die der Ermittlung der Anzahl der FuĂball-Europapokal-Startplätze der FuĂballverbände dient. Aus den Ergebnissen der Vereinsmannschaften ergibt sich auch die Platzierung in der UEFA-FĂźnfjahreswertung:
(in Klammern die Vorjahresplatzierung). Die Kßrzel CL, EL und CO hinter den Länderkoeffizienten geben die Anzahl der Vertreter in der Saison 2026/27 der Champions League, der Europa League sowie der Conference League an.
⢠05. (05) Frankreich Frankreich (Liga, Pokal, Ligapokal) â Koeffizient: 73.093 â CL: 4, EL: 2, CO: 1
Stand: Ende der Europapokalsaison 2024/25cite-ref-uefa-5-jahreswertung-49-0[49]
Organisation und Struktur
Mitglieder
Mitglieder des DFB sind â abgesehen von Ehrenmitgliedschaften beispielsweise fĂźr ausscheidende DFB-Präsidenten â ausschlieĂlich die deutschen Regional- und Landesverbände sowie der den Spielbetrieb der Bundesliga und der 2. Bundesliga organisierende Ligaverband. Die am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine sind hingegen in den jeweils fĂźr sie geographisch zuständigen Landesverbänden zusammengeschlossen und somit nur indirekt dem DFB angeschlossen. Die dem DFB angeschlossenen Verbände repräsentieren Stand 2025 insgesamt 23.868 Vereine mit etwas Ăźber acht Millionen Mitgliedern. Sie bilden 140.087 am Spielbetrieb aller Altersklassen teilnehmende Männer- und Frauenmannschaften.cite-ref-50[50]
Regionalverbände und ihre Landesverbände
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Hauptartikel
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Liste der Regional- und Landesverbände des Deutschen FuĂball-Bundes
Die folgenden fßnf Regional- und 21 Landesverbände gehÜren dem DFB als Mitglieder an:cite-ref-51[51]
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Norddeutscher FuĂball-Verband
(NFV) als Regionalverband und die in ihm zusammengeschlossenen Landesverbände:
⢠Schleswig-Holsteinischer FuĂballverband (SHFV)
⢠Hamburger FuĂball-Verband (HFV)
⢠Niedersächsischer FuĂballverband (NFV)
⢠Bremer FuĂball-Verband (BFV)
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Nordostdeutscher FuĂballverband
(NOFV) als Regionalverband und die in ihm zusammengeschlossenen Landesverbände:
⢠FuĂball-Landesverband Brandenburg (FLB)
⢠FuĂballverband Sachsen-Anhalt (FSA)
⢠Berliner FuĂball-Verband (BFV)
⢠ThĂźringer FuĂball-Verband (TFV)
⢠Sächsischer FuĂball-Verband (SFV)
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Westdeutscher FuĂballverband
(WDFV) als Regionalverband und die in ihm zusammengeschlossenen Landesverbände:
⢠FuĂballverband Niederrhein (FVN)
⢠FuĂball-Verband Mittelrhein (FVM)
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SĂźddeutscher FuĂball-Verband
(SFV) als Regionalverband und die in ihm zusammengeschlossenen Landesverbände:
⢠Hessischer FuĂball-Verband (HFV)
⢠Bayerischer FuĂball-Verband (BFV)
⢠Badischer FuĂballverband (BFV)
⢠WĂźrttembergischer FuĂballverband (WFV)
⢠SĂźdbadischer FuĂballverband (SBFV)
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FuĂball-Regional-Verband SĂźdwest
(FRVS) als Regionalverband und die in ihm zusammengeschlossenen Landesverbände:
⢠FuĂballverband Rheinland (FVR)
⢠SĂźdwestdeutscher FuĂballverband (SWFV)
⢠Saarländischer FuĂballverband (SFV)
Die Zuständigkeitsgebiete von 13 Landesverbänden entsprechen jeweils nahezu den Grenzen der namensgebenden Bundesländer. Rheinland-Pfalz dagegen ist in die beiden Landesverbände Rheinland (FVR) und SĂźdwest (SWFV) aufgeteilt. Baden-WĂźrttemberg ist in die drei Landesverbände Baden (BFV), SĂźdbaden (SBFV) und WĂźrttemberg (WFV) gegliedert. Nordrhein-Westfalen unterteilt sich in Niederrhein (FVN), Mittelrhein (FVM) und Westfalen (FLVW). Weitere Ausnahmen gibt es im jeweiligen âUmlandâ Hamburgs und Bremens. Während der BFV nur einzelne Vereine aus Niedersachsen beherbergt, spielen die Vereine des Kreises Pinneberg inzwischen ausnahmslos im HFV, ebenso wie zahlreiche Klubs aus den nordĂśstlich angrenzenden Kreisen und (nur noch) zwei aus Niedersachsen. All dies hat sich historisch so entwickelt. Auch in weiteren Bundesländern gibt es einzelne Vereine, die dem Verband des angrenzenden Bundeslands angehĂśren. Der FC BĂźsingen ist dem Fussballverband Region ZĂźrich in der Schweiz zugeordnet.cite-ref-52[52]
DFB-Bundestag
â
Hauptartikel
:
DFB-Bundestag
HÜchstes Organ des DFB ist der DFB-Bundestag. In dieser Versammlung sind Vertreter der Regional- und Landesverbände, der DFL und aus den weiteren Organen des DFB vertreten.
Aufgabe des Bundestags ist es unter anderem den Präsidenten zu wählen.
Präsidenten
DFB-Präsidenten
⢠1900â1904 Ferdinand Hueppe (1852â1938)
⢠1904â1905 Friedrich Wilhelm Nohe (1864â1940)
⢠1905â1925 Gottfried Hinze (1873â1953)
⢠1925â1940 Felix Linnemann 1 (1882â1948)
⢠1950â1962 Peco Bauwens (1886â1963)
⢠1962â1975 Hermann GĂśsmann (1904â1979)
⢠1975â1992 Hermann Neuberger (1919â1992)
⢠1992â2001 Egidius Braun (1925â2022)
⢠2001â2006 Gerhard Mayer-Vorfelder 2 (1933â2015)
⢠2004â2012 Theo Zwanziger 2 (* 1945)
⢠2012â2015 Wolfgang Niersbach (* 1950)
⢠2015â2016 Reinhard Rauball (* 1946) und Rainer Koch (* 1958) (kommissarisch)
⢠2016â2019 Reinhard Grindel (* 1961)
⢠2019 Reinhard Rauball (* 1946) und Rainer Koch (* 1958) (kommissarisch)
⢠2019â2021 Fritz Keller (* 1957)
⢠2021â2022 Peter Peters (* 1962) und Rainer Koch (* 1958) (kommissarisch)
⢠seit 2022 Bernd Neuendorf (* 1961)
1933â1945 auch Leiter des
Fachamts FuĂball
, der Ăźbergeordneten, dann Nachfolgeorganisation in der
Zeit des Nationalsozialismus
, als der DFB (ab 1940) aufgelĂśst war.
2004â2006 als Doppelspitze mit Mayer-Vorfelder als Präsidenten und Zwanziger als geschäftsfĂźhrendem Präsidenten. Ab September 2006 war Zwanziger alleiniger Präsident.
Präsidium und Vorstand
Präsidium
Mitglieder des DFB-Präsidiums sind neben dem Präsidenten Bernd Neuendorf:cite-ref-53[53]
⢠Ronny Zimmermann, 1. Vizepräsident (AmateurfuĂball, Regional- und Landesverbände)
⢠Hans-Joachim Watzke, 1. Vizepräsident (ProfifuĂball, DFL)
⢠Stephan Grunwald, Schatzmeister
⢠Holger Blask, Generalsekretär
⢠Marc Lenz, Vizepräsident (Geschäftsfßhrer DFL GmbH)
⢠Oliver Leki, Vizepräsident (DFL-Vertreter)
⢠Oke GÜttlich, Vizepräsident (DFL-Vertreter)
⢠CĂŠlia Ĺ aĹĄiÄ, Vizepräsidentin
⢠Peter Frymuth, Vizepräsident
⢠Thomas Bergmann, Vizepräsident
⢠Heike Ullrich, Vizepräsidentin
⢠Matthias SchÜck, Vizepräsident
⢠Silke Sinning, Vizepräsidentin
⢠Hermann Winkler, Vizepräsident
⢠Ralph-Uwe Schaffert, Vizepräsident
Vorstand
Der Vorstand des DFB besteht aus den Präsidenten der fßnf Regional- und 21 Landesverbände, zwÜlf Vertretern der DFL, sowie aus den Mitgliedern des Präsidiums.
Weitere Organe, Gremien bzw. AusschĂźsse des DFB
DFB-Trainer
Weitere satzungsgemäĂe Organe bzw. AusschĂźsse des DFB sind:cite-ref-54[54]
⢠DFB-Bundesgericht
⢠DFB-Sportgericht
⢠Spielausschuss
⢠Jugendausschuss
⢠Schiedsrichterausschuss
⢠Ausschuss fĂźr Frauen- und MädchenfuĂball
⢠Ausschuss fßr Beachsoccer, Freizeit- und Breitensport
⢠Ausschuss 3. Liga
⢠Ausschuss Frauen-Bundesligen
⢠Kontrollausschuss
⢠Prßfungsausschuss
⢠Ethik-Kommission
Ethik-Kommission
Auf dem DFB-Bundestag 2016 in Erfurt haben die Delegierten die Einrichtung einer Ethik-Kommission beschlossen.cite-ref-55[55] Zum Vorsitzenden der fßnfkÜpfigen Ethik-Kommission wurde der frßhere Bundesminister Klaus Kinkel gewählt.cite-ref-56[56] Kinkel ßbte das Amt bis zu seinem Tod am 4. März 2019 aus. Nachfolger wurde im September 2019 Thomas Oppermann, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, der am 25. Oktober 2020 verstarb. Seit Juni 2021 ist Irina Kummert Vorsitzende der Ethik-Kommission.
Geschäftsfßhrung und Tochtergesellschaften
DFB GmbH & Co. KG
2007 wurden alle wirtschaftlichen Aktivitäten des DFB in der DFB GmbH gebßndelt.cite-ref-portraet-57-0[57] Diese bestand aus den drei Bereichen Marketing & Vertrieb, IT & Digitales sowie Veranstaltungsmanagement. Geschäftsfßhrer der DFB GmbH waren bis Herbst 2019 Denni Strich (Marketing) und Frank Biendara (IT & Digitales).cite-ref-58[58] Nach dem Ausscheiden von Strich ßbernahm Geschäftsfßhrer Frank Biendara mit den Prokuristen Steffen Iredi (Direktor Technologie & Betrieb) und Michael Kirchner (Direktor Veranstaltungsmanagement) die Leitung.cite-ref-portraet-57-1[57] Zum 1. August 2020 wurde der bisherige DFL-Direktor fßr Audiovisuelle Rechte Holger Blask Geschäftsfßhrer Marketing und Vertrieb der DFB GmbH.cite-ref-59[59]
Im Zuge der geplanten Reform des DFB, die im Herbst 2019 vom DFB-Bundestag beschlossen wurde, sollten fast alle Aktivitäten des DFB in die DFB GmbH ausgegliedert werden. Die operative Leitung sollten der damalige Generalsekretär Friedrich Curtius als Vorsitzender der Geschäftsfßhrung und Oliver Bierhoff als Geschäftsfßhrer Sport ßbernehmen.cite-ref-60[60] Der DFB-Präsident sollte als Aufsichtsratsvorsitzender fungieren.
Die DFB GmbH ging am 1. Januar 2022 in die DFB GmbH & Co. KG ßber.cite-ref-61[61] Neben den bisherigen Geschäftsfßhrern der DFB GmbH Biendara (IT & Digitalisierung) und Blask (Marketing), wurde auch Oliver Bierhoff (Nationalmannschaften & Akademie) zum Geschäftsfßhrer bestellt. Kurz nach der Grßndung kamen noch Manuel Hartmann (Spielbetrieb) und Markus Holzherr (Finanzen) zur Geschäftsfßhrung hinzu. Holger Blask ßbernahm die Rolle des Sprechers der Geschäftsfßhrung. Aufsichtsratsvorsitzender wurde DFL-Präsidiumsmitglied Alexander Wehrle. Der DFB-Präsident ist kein Mitglied im Aufsichtsrat.cite-ref-1-62-0[62]
Die DFB GmbH & Co. KG umfasst die fßnf Geschäftsbereiche Marketing, Vertrieb & Events, Nationalmannschaften & Akademie, Spielbetrieb, Finanzen sowie IT & Digitales.cite-ref-1-62-1[62]
Die Geschäftsfßhrer Holzherr und Bierhoff schieden 2022 aus.
DFB Euro GmbH
Fßr die Planung und Organisation der Spiele der Europameisterschaft 2021 in Mßnchen und der Europameisterschaft 2024 in Deutschland grßndete der DFB die Tochtergesellschaft DFB Euro GmbH.cite-ref-63[63] Geschäftsfßhrer sind Philipp Lahm und Markus Stenger.
DFB Schiri GmbH
Die DFB Schiri GmbH kßmmert sich seit dem 1. Januar 2022 um die DFB-Schiedsrichter in der 3. Liga, der 2. Bundesliga, der Bundesliga und des DFB-Pokals. Leiter fßr den sportlichen Bereich ist Knut Kircher, fßr den organisatorischen ist Florian GÜtte zuständig. Gesellschafter ist zu 51 % der DFB und zu 49 % die DFL.cite-ref-64[64]
DFB-Wirtschaftsdienste GmbH
Bereits 1981 wurde unter dem Namen DFB-Wirtschaftsdienste eine eigenständige GmbH fĂźr die Vermarktung gegrĂźndet. Aus der Zusammenarbeit mit Euro Lloyd entstand 1993 ein Unternehmen, das seit 2013 DFB-ReisebĂźro heiĂt.cite-ref-65[65]
Kritik
Intransparenz und eine durch DFB-Funktionäre stark vorangetriebene Kommerzialisierung des FuĂballs sind die Hauptpunkte der Kritik am DFB.
Christian Prechtl, Vorstand der Fan- und Vereinsorganisation FC PlayFair! sah 2018 die immer unbeliebtere Männer-FuĂballnationalmannschaft als ânur ein perfektes Beispiel, was passieren kann, wenn man die Fans aus dem Auge verliertâ.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]
Seit 2015 geriet der DFB zunehmend juristisch und durch MedienenthĂźllungen unter Druck. MĂśgliche Bestechungszahlungen rund um die Vergabe der FuĂball-Weltmeisterschaft 2006, mehrere Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung, verschleierte Beratungsverträge und verschiedene VorwĂźrfe gegen DFB-Funktionäre fĂźhrten zu zahlreichen Ermittlungen und mehreren Razzien der Staatsanwaltschaft sowie zum RĂźcktritt von Spitzenfunktionären, darunter dreier DFB-Präsidenten.cite-ref-68[68]
2021 gingen auch Geldgeber gegenĂźber dem DFB auf Distanz. Der von der SĂźddeutschen Zeitung als âDemontage der eigenen Ethikkommission durch die DFB-Spitzeâ bezeichnete Vorgang sorgte auch fĂźr Verärgerung bei zahlreichen DFB-Sponsoren.cite-ref-69[69]
Historisch war der DFB an einigen problematischen politischen Entwicklungen beteiligt. So gab es während des Ersten Weltkrieges Publikationen, welche insofern der Kriegspropaganda folgten, als sie deutsche GroĂmachtfantasien unterstĂźtzten. Da der deutsche FuĂball in den Anfangsjahren des Nationalsozialismus einen Aufschwung durchlief, waren nationalsozialistische Ăberzeugungen innerhalb des deutschen FuĂballs, sowohl bei Spielern als auch bei Funktionären, sehr populär. Zudem wurde auch beim DFB Ăźber die zunehmende Ausgrenzung von Juden hinweggeschaut oder sie fand in den eigenen Reihen statt.cite-ref-70[70]
Paid-Editing (Whitewashing) bei Wikipedia
Der DFB beauftragte 2019 einen externen PR-Dienstleister, um den Wikipedia-Artikel des DFB-Generalsekretärs Friedrich Curtius in Form der professionellen Public Relations zu Ăźberarbeiten fĂźr eine Auftragssumme in fĂźnfstelliger Euro-Summe und weiter zu pflegen gegen weiteres Entgelt. Laut der Meldung von der Frankfurter Rundschau vom Januar 2021 wurden im Wikipedia-Eintrag von Friedrich Curtius âKontroversen aus [dem] Lebenslauf gelĂśschtâ bzw. âfrisiertâ. Nebenbei vergaĂ der nicht sachkundige externe PR-Dienstleister, seine Ăberarbeitungen nach Wikipedia-Richtlinien als âPaid-Editingâ zu kennzeichnen. Was zur Folge hatte, dass die Wikipedia-Administratoren den externen PR-Dienstleister als agierenden (ehrenamtlichen) Wikipedia-Benutzer sperrten und den Wikipedia-Artikel von Friedrich Curtius mit der Kennzeichnung âDie Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten âŚâ versahen. Der gesperrte Wikipedia-Benutzer war zuvor auch als Bearbeiter im Wikipedia-Artikelthemenkreis um den âDeutsche[n] FuĂball-Bundâ fast ausschlieĂlich aktiv.cite-ref-whitewashing-71-0[71]
Die beauftragten PR-Handlungen vom DFB sorgten fĂźr Kritik von Wikipedia. Ein Vertreter von Wikipedia Deutschland kritisierte diese Handlungen folgendermaĂen: Es sei ein â⌠schwerwiegende[r] VerstoĂ gegen die Richtlinien von Wikipedia [,âŚ] insbesondere wurde eine mĂśgliche bezahlte Ăberarbeitung des betreffenden Artikels nicht transparent gemacht. [âŚ] Das Paid Editing, also die bezahlte Erstellung oder Ăberarbeitung von Artikeln, steht im Widerspruch zur Idee ehrenamtlicher Mitarbeit und ist nur unter Einhaltung strenger Auflagen geduldet [âŚ] Mit fairem Sportsgeist hat das nichts zu tun. Der DFB muss jetzt klar Stellung beziehenâ. Der DFB entschuldigte sich später fĂźr seine Beauftragung einer externen PR-Dienstleistung.cite-ref-whitewashing-71-1[71] Im Februar 2021 kritisierte der Sportjournalist Klaas Reese den Einsatz vom DFB fĂźr den AmateurfuĂball, während der COVID-19-Pandemie âder DFB [âŚ] lieber Geld fĂźr unwichtige Wikipedia-Artikel aus[gab] oder [sich verhedderte] in internen Streitigkeitenâ.cite-ref-72[72]
Finanzierung und Sponsoring
2007 schlug das DFB-Präsidium ein vom damaligen Manager der A-Nationalmannschaft Oliver Bierhoff verhandeltes 500 Millionen US-Dollar umfassendes Sponsorangebot des US-amerikanischen Sportartikelherstellers Nike aus und blieb bei seinem bisherigen langjährigen Hauptsponsor, dem deutschen Sportausrßster Adidas, der nur ein Sechstel jener Summe zahlte (und der von kurzen Unterbrechungen abgesehen, mindestens seit der WM 1954 Sponsor der Nationalmannschaft war).cite-ref-2-73-0[73]cite-ref-74[74]cite-ref-75[75]
FĂźr 2015 wurden die Einnahmen mit 228,1 Millionen und die Ausgaben mit 224,6 Millionen ausgewiesen, so dass ein Ăberschuss von 3,5 Millionen Euro entstand. Kritisiert wurden die hohen RĂźcklagen, die bis auf 167,8 Millionen angestiegen waren.cite-ref-76[76] Durch die Misserfolge der A-Nationalmannschaft bei der WM 2018 und 2022 und bei der EM 2021 entgingen dem Verband hohe Prämienzahlungen von FIFA und UEFA. Gleichzeitig standen in jener Zeit hohe Ausgaben durch den Bau des Frankfurter DFB-Campus fĂźr fast 190 Millionen Euro, durch juristischen Dauer-Auseinandersetzungen im Gefolge der internen Querelen im Verband sowie durch Steuernachzahlungen im Zuge der Sommermärchen-Affäre zu Buche.cite-ref-2-73-1[73]cite-ref-3-77-0[77] 2022 waren die RĂźcklagen auf 41 Millionen gesunken. DFB-Finanzdirektor Stephan Grunwald sprach von einem strukturellen Defizit.cite-ref-78[78]cite-ref-3-77-1[77]
2024 entschied der DFB, den Hauptsponsor Adidas nach mehr als 70 Jahren Zusammenarbeit ab 2027 durch dessen US-amerikanischen Konkurrenten Nike zu ersetzen. Die Vereinbarung umfasst geschätzt 100 Millionen Euro pro Jahr und ist bis 2034 datiert.cite-ref-79[79] Die Ankßndigung sorgte bei einigen Politikern fßr Kritik.cite-ref-80[80]
Einrichtungen
Eliteschule des FuĂballs
Die Eliteschule des FuĂballs ist ein vom DFB seit 2006 vergebenes Zertifikat fĂźr ein Sportgymnasium und dient vor allem der NachwuchsfĂśrderung.cite-ref-81[81]
DFB-Campus
Seit 2015 plante der DFB den Bau einer zentralen FuĂballakademie. Die Idee einer Akademie als sportliches Kompetenzzentrum geht auf Oliver Bierhoff zurĂźck und darĂźber hinaus wurden auch Gedanken von Hansi Flick als damaligem Sportdirektor umgesetzt.cite-ref-82[82] Neben Trainingsplätzen sollte diese auch Platz fĂźr die DFB-Verwaltung und ein Pressezentrum bieten. Aus diesem Grund wurde der Neubau zunächst als DFB-Akademie bezeichnet. Mit seiner Fertigstellung wurde der Neubau jedoch DFB-Campus genannt.cite-ref-83[83] Der DFB entschied sich dabei fĂźr den Verbleib in Frankfurt am Main und erhielt dafĂźr von der Stadt durch Erbbaurecht das Gelände der Galopprennbahn Niederrad. Das Projekt war in Frankfurt umstritten. Eine BĂźrgerinitiative konnte einen BĂźrgerentscheid erreichen, der am 21. Juni 2015 durchgefĂźhrt wurde.cite-ref-84[84] Zwar stimmte eine Mehrheit fĂźr den Erhalt der Pferderennbahn, die notwendige Wahlbeteiligung kam jedoch nicht zustande, sodass die Initiative scheiterte.cite-ref-85[85] Am 27. Juli 2017 entschied das Oberlandesgericht Frankfurt, dass der Frankfurter Renn-Klub e. V. als bisheriger Betreiber das Areal zu räumen habe, womit die rechtliche Grundlage fĂźr den Bau des etwa 150 Millionen Euro teuren DFB-Campus gegeben war.cite-ref-86[86] Nachdem der Bundesgerichtshof einen Antrag auf Einstellung der Zwangsräumung des Rennbahngeländes am 20. September 2017 ablehnte, gab der Renn-Klub seinen Widerstand auf, indem sein Schatzmeister Carl Philip Graf zu Solms die SchlĂźssel der Geschäftsstelle an die Gerichtsvollzieherin Ăźberreichte.cite-ref-87[87] Der endgĂźltige Beschluss zum Bau des Projektes erfolgte auf einem auĂerordentlichen DFB-Bundestag am 8. Dezember 2017.cite-ref-88[88]
Im Februar 2019 ßbergab die Stadt die Fläche an den DFB. Im März 2019 erhielt der Frankfurter Projektentwickler Groà & Partner vom DFB den Auftrag zum Bau der Akademie und der neuen Verbandszentrale.cite-ref-89[89] Die Grundsteinlegung fand am 26. September 2019 in Gegenwart von Bundeskanzlerin Angela Merkel statt.cite-ref-90[90]
Mit der Inbetriebnahme am 30. Juni 2022 schloss der DFB sein 150 Millionen Euro teures Projekt nach mehr als neun Jahren ab. In Anwesenheit von etwa 300 Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft nahm DFB-Präsident Bernd Neuendorf den Neubau in Besitz.cite-ref-91[91] Auf einer Gesamtfläche von 15 Hektar sind Administration, Sport und Wissenschaft erstmals in der Geschichte des Verbandes unter einem Dach zusammengewachsen. Verteilt auf den Gebäudeteil âTaktikâ fĂźr die Verwaltung und den Gebäudeteil âSportâ inklusive der DFB-Akademie entstanden insgesamt rund 700 Arbeitsplätze. Zu dem 307 Meter langen und maximal 18,50 Meter hohen Komplex gehĂśren eine groĂe FuĂballhalle, ein Athletenhaus mit 33 Zimmern, eine Futsal- beziehungsweise Mehrzweckhalle sowie dreieinhalb Naturrasenplätze und weitere Trainingsflächen. Im Bedarfsfall stehen dem DFB zusätzlich fĂźnf Hektar als Erweiterungsoption zur VerfĂźgung.cite-ref-92[92]
Die alte DFB-Zentrale in der Otto-Fleck-Schneise war zu klein geworden. Die UEFA hat die Räumlichkeiten ßbernommen und ist mit der EURO 2024 GmbH fßr die Turnierorganisation der UEFA EURO 2024 in Deutschland dort eingezogen.cite-ref-93[93]
DFB-Akademie
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Hauptartikel
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DFB-Akademie
Die DFB-Akademie ist die Abteilung des Deutschen FuĂball-Bundes, die sich um die Weiterentwicklung des deutschen FuĂballs kĂźmmert. Sie begreift sich als Dienstleister und Impulsgeber fĂźr die 16 Nationalmannschaften des DFB sowie des gesamten deutschen FuĂballs. Die Akademie ist im Geschäftsbereich âNationalmannschaften & Akademieâ der DFB GmbH & Co. KG eingegliedert. Sie besteht aus dem Bereich âPerformance, Technologie & Innovationâ sowie dem Bereich âTrainer- und Expertenentwicklungâ.cite-ref-94[94] Die ersten inhaltlichen Projekte der Akademie starteten bereits 2017.cite-ref-95[95]
Von 2015 an plante der DFB den Bau einer zentralen FuĂball-Akademie in Frankfurt am Main. Aus diesem Grund wurde der Neubau zunächst als DFB-Akademie bezeichnet. Mit seiner Fertigstellung wurde der Neubau jedoch DFB-Campus genannt.cite-ref-96[96]
Deutsches FuĂballmuseum
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Hauptartikel
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Deutsches FuĂballmuseum
Engagement gegen Rassismus und Neonazismus
Der DFB wendet sich verschiedentlich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Zur Verbesserung der Integration von Migranten, die der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger als âwichtiges gesellschaftspolitisches Themaâ ansah, zu dem der DFB einen Beitrag leisten mĂźsse,cite-ref-98[98] wurde das Amt des Integrationsbeauftragten im Vorstand des DFB geschaffen, das von 2006 bis 2016 GĂźl Keskinler ausfĂźllte. Im November 2016 berief man den ehemaligen deutschen Nationalspieler Cacau zu ihrem Nachfolger.
AuĂerdem wirbt die Nationalmannschaft fĂźr die Aktion âNetz gegen Nazisâ, die von der Wochenzeitung âDie Zeitâ initiiert wurde und vom DFB, der DFL, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Feuerwehrverband unterstĂźtzt wird. Diese Kampagne âwill darĂźber aufklären, wie sich rechtsextremistische Tendenzen in unseren Alltag einschleichenâ.cite-ref-99[99] Die UnterstĂźtzung dieser Aktion âNetz gegen Nazisâ wurde vom Ehrenpräsidenten des DFB Gerhard Mayer-Vorfelder allerdings als âwohl etwas voreiligâ bezeichnet, weil diese âkonservative Institutionen wie die Junge Freiheit oder das Studienzentrum Weikersheim in einen Topf mit Neonazisâ werfe.cite-ref-100[100]
Der DFB sieht seine Aktionen âGegen Rechtsâ im Kontext des entsprechenden Engagements von UEFA und FIFA. Auf Anregung der Bundesregierung wurden bei der FuĂball-WM 2006 vor den Viertelfinalspielen Erklärungen gegen Rassismus verlesen,cite-ref-101[101] was die EM 2008 in Ăsterreich und der Schweiz zu den Halbfinalspielen aufgriff.
Im Juli 2008 wurde die Berufung von DFB-Integrationsbotschaftern beschlossen. Bisherige DFB-Integrationsbotschafter waren u. a. Robert Enke, Cacau, Serdar TaĹçĹ, Jimmy Hartwig und CĂŠlia Ĺ aĹĄiÄ.
Am 6. November 2009 wurde der DFB fßr seine Nachwuchsarbeit, fßr den mit 25 Millionen Euro finanzierten Bau von 1000 Mini-Spielfeldern in ganz Deutschland und seine Beiträge zur Integration mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.cite-ref-102[102]
Auszeichnungen
Der DFB vergibt fßr langjährige und erfolgreiche Arbeit im Verband diverse Auszeichnungen. Dazu gehÜren:
⢠Silberne Ehrennadel
⢠Verdienstspange
⢠Goldene Ehrennadel
⢠Ehrenspange
⢠vergrĂśĂerte goldene Ehrennadel
⢠vergrĂśĂerte goldene Ehrennadel mit Brillanten
⢠Golden Award
⢠Fair-Play-Preis
Seit 2005 werden die grĂśĂten Nachwuchsspieler des DFB mit der Fritz-Walter-Medaille geehrt. Zudem zeichnet der Verband seit 2010 den Nationalspieler des Jahres aus, seit 2012 auch zusätzlich die Nationalspielerin des Jahres. Die Auszeichnung erfolgt nach einer Abstimmung im Internet, an der jede auf der Website des DFB registrierte Person teilnehmen kann.
Nationalspieler des Jahres
⢠2010: Bastian Schweinsteiger
⢠2011: Mesut Ăzil
⢠2012: Mesut Ăzil (2)
⢠2013: Mesut Ăzil (3)
⢠2014: Toni Kroos
⢠2015: Mesut Ăzil (4)
⢠2016: Mesut Ăzil (5)
⢠2017: Joshua Kimmich
⢠2018: Marco Reus
⢠2019: Matthias Ginter
⢠2020: Manuel Neuer
⢠2021: Joshua Kimmich (2)
⢠2022: Jamal Musiala
⢠2023: Emre Can
⢠2024: Jamal Musiala (2)
Nationalspielerin des Jahres
⢠2012: Alexandra Popp
⢠2013: Nadine KeĂler
⢠2014: Dzsenifer Marozsån
⢠2015: Lena GoeĂling
⢠2016: Isabel Kerschowski
⢠2017: Linda Dallmann
⢠2018: Svenja Huth
⢠2019: Giulia Gwinn
⢠2020: Lena Oberdorf
⢠2021: Lea Schßller
⢠2022: Alexandra Popp (2)
⢠2023: Klara Bßhl
⢠2024: Giulia Gwinn (2)
Trivia
Am 5. Oktober 1993 fand das erste Benefizspiel der DFB-Geschichte statt. Im Augsburger Rosenaustadion spielte die Nationalmannschaft gegen âBundesliga internationalâ, eine Auswahl ausländischer Bundesligaprofis. Das Motto: âFriedlich miteinander â mein Freund ist Ausländerâ.
Das Maskottchen des DFB ist seit Januar 2006 (offiziell vorgestellt am 23. März 2006) ein Adler mit schwarzem Federkleid und gelbem Schnabel mit dem Namen âPauleâ.
Offizielles DFB-Lied war bis 2013 Running With A Dream. Die Idee dafĂźr stammte von Berti Vogts, die Musik vom Briten Mike Batt. Die WelturauffĂźhrung fand am 6. September 1997 in Berlin statt. Der DFB erklärte hierzu: âMit diesem Song sollen sich alle unsere Fans identifizieren. Er ist gleichzeitig Ansporn fĂźr unsere Jugend, weil er von einem Traum erzählt, der Wahrheit wird â vom Traum einer groĂen Karriere im Sport, den man sich hart erarbeiten kann. Der Song soll zum ständigen akustischen Markenzeichen der Nationalmannschaft werden.â Allerdings war dem Lied 1998 keine groĂe Resonanz in der BevĂślkerung beschieden und erreichte auch nur knapp die Top 100 der deutschen Musikrangliste. Er verfehlte sein Ziel, ein akustisches Markenzeichen der Nationalmannschaft zu werden, und geriet relativ schnell in Vergessenheit. Im Rahmen seines 41. ordentlichen Bundestages präsentierte der DFB am 24. Oktober 2013 eine neue Hymne, komponiert von Yohann Zveig. Sie dient als Einlaufmusik bei Länderspielen und beim DFB-Pokalendspiel und wird zur musikalischen Untermalung von Filmbeiträgen und bei DFB-Veranstaltungen eingesetzt.cite-ref-103[103]
Seit 2005 gibt es die Autorennationalmannschaft (Autonama), die von der Kulturstiftung des DFB unterstĂźtzt wird.cite-ref-104[104]
2023 erteilte der DFB mit Ralf Stellfeld vom SG Braunschweig-West erstmals einem beinamputierten Spieler eine reguläre Spielberechtigung.cite-ref-105[105]
Literatur
⢠Deutscher FuĂball-Bund (Hrsg.): 100 Jahre DFB: Geschichte des Deutschen FuĂball-Bundes. SVB Sportverlag Berlin, Berlin 1999, ISBN 3-328-00850-0 und ISBN 3-328-00870-5 (Geschenkausgabe).
⢠Nils Havemann: FuĂball unterm Hakenkreuz. Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz. Campus-Verlag: Frankfurt am Main/New York 2005, ISBN 3-593-37906-6; Lizenzausgabe der Bundeszentrale fĂźr Politische Bildung, Bonn 2005, ISBN 3-89331-644-2 (Schriftenreihe der Bundeszentrale fĂźr Politische Bildung, Bd. 519).
⢠Arthur Heinrich: Der Deutsche FuĂballbund. Eine politische Geschichte. Papyrossa Verlagsgesellschaft, KĂśln 2000, ISBN 3-89438-194-9.
Weblinks
⢠dfb.de â Netzauftritt des DFB
⢠fussball.de â Amateur-Bereich des DFB
Mediale Berichterstattung
⢠Rainer Fromm, Udo Frank: Das dunkle Erbe â Nazis im deutschen FuĂball (ZDF History) in der ZDF-Mediathek. Video (44 Min.), abrufbar bis 27. November 2026
⢠ZAPP â Das Medienmagazin: DFB und Sportwetten: Geld statt Moral! In: YouTube.com. 12. April 2022, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 6. März 2023; abgerufen am 25. Juni 2023 (Video â 7:51 min.).
⢠Maria Krell: Die FuĂballklubs, die um Hitlers Gunst buhlten. Jahrzehntelange Verdrängungskultur beim DFB. In: Spektrum.de. 23. Januar 2022; abgerufen am 20. Dezember 2022.
Einzelnachweise
cite-note-dfb-mitgliederstatistik-2024-2025-11. Mitgliederstatistik 2025. Gesellschaft fĂźr DFB-Online mbH, 10. Juli 2025, abgerufen am 10. Juli 2025.
cite-note-22. â Hans-Peter Hock: Der Dresden Football Club und die Anfänge des FuĂballs in Europa. Arete Verlag, Hildesheim 2016, S. 22.
cite-note-33. â Hans-Peter Hock: Der Dresden Football Club und die Anfänge des FuĂballs in Europa. Arete Verlag, Hildesheim 2016, S. 19.
cite-note-44. â Hans-Peter Hock: Der Dresden Football Club und die Anfänge des FuĂballs in Europa. Arete Verlag, Hildesheim 2016, S. 30.
cite-note-hock-39-55. â Hans-Peter Hock: Der Dresden Football Club und die Anfänge des FuĂballs in Europa. Arete Verlag, Hildesheim 2016, S. 39.
cite-note-77. â Der DFB wird 117: Es begann im Leipziger Mariengarten. In: dfb.de. 28. Januar 2017, abgerufen am 20. März 2024.
cite-note-99. â WĂźrttemberger Zeitung Nummer 60, 5. Jahrgang. In: WĂźrttemberger Zeitung. 13. März 1911, abgerufen am 15. Februar 2024.
cite-note-1010. â Gerd Kolbe: Als Dortmund noch Hauptsitz des DFB war. In: derwesten.de. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 14. Mai 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 22. April 2014; abgerufen am 15. Juni 2015.
cite-note-1111. â FĂźr Norddeutschland: Arnd KrĂźger: Ergänzungen zu den Vereinslisten zur Geschichte des Sports zur Geschichte des Sports in Niedersachsen bis 1914, in: Jahrbuch des Niedersächsisches Institut fĂźr Sportgeschichte (NISH) 4 (2001), 184â189.
cite-note-logo-1212. â Das DFB-Logo. In: dfb.de. Deutscher FuĂball-Bund, 15. Januar 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
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cite-note-1414. â âDie wichtigsten Aufgaben in der Leitung und Verwaltung des FuĂballsports sind vom Bund auf das Fachamt Ăźbergeleitet, so die DurchfĂźhrung der Meisterschaften und der Vereinspokalspiele mit allen notwendigen Arbeiten technischer und verwaltungsmäĂiger Artâ (ausdrĂźcklich werden Rechtsprechung, Schulungsarbeit und Finanzierung genannt, J.C.) â(âŚ) Der Deutsche FuĂball-Bund ist als kameradschaftliche Vereinigung bestehen geblieben. Es sind ihm neben der Verwaltung der Ăźbernommenen Werte die Leitung und DurchfĂźhrung des Auslandsverkehrs geblieben.â â Felix Linnemann: Die neuen Ordnungen fĂźr FuĂball, in: Deutscher FuĂball-Sport Nr. 13 vom 28. Juni 1935, Seite 293 (Beginn einer mehrteiligen Serie).
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